Mit Kosten für Kindergarten, Kinderkrippe und Kinderbetreuung Steuern sparen.

Bei Ihrer jährlichen Steuererklärung können Sie einen Teil der Kinderbetreuungskosten von der Steuer abzusetzen. Allerdings ist für die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten im Rahmen der Steuererklärung eine Grenze von zwei drittel der Gesamtkosten, maximal aber 4.000 Euro pro Jahr, vorgesehen.

Zu den Kinderbetreuungskosten zählen auch die Kosten für den Kindergarten die sogenannte Kindergartengebühr. Daher sollten die Belege für die Steuererklärung aufbewahrt werden. Wenn keine Kindergartengebühr anfällt, aber die Betreuung entgeltlich durchgeführt wird, sind die Kosten die dadurch entstehen, Rahmen der Steuererklärung von der Steuer absetzbar. Ist die Betreuung der Kinder unter 14 Jahren entgeltlich, spielt es keine Rolle, ob die Kinder von einem nahen Angehörigen betreut wurden oder nicht.

Damit die Kinderbetreuungskosten vom Finanzamt anerkannt werden, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. So muss das Kind im selben Haushalt leben, es muss ein grundsätzlicher Anspruch auf Kindergeld oder einen Freibetrag bestehen und das Kind darf sein 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Bei nahen Angehörigen muss das Entgelt per Überweisung entrichtet werden.

Die Kosten für die Kinderbetreuung werden in der Steuererklärung in der Anlage Kinder auf der Seite 3 in der Zeile 68 bis 70 eingetragen. Zusätzlich sind dann noch die Zeilen 71 bis 73 auszufüllen. Hier wird angegeben ob ein gemeinsamer Haushalt der Eltern bestand und ob das Kind dem Haushalt angehörte und in welchem Zeitraum.

Versicherungen in der Steuererklärung

Versicherungsbeiträge können Sie grundsätzlich in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Dafür tragen Sie für die folgenden Verträge (keine abschließende Aufzählung) die Jahresbeiträge in der Anlage Vorsorgeaufwand ein:

– Haftpflichtversicherungen (Privathaftpflicht, Hundehalterhaftpflicht, KFZ-Haftpflicht etc.)

– Krankenversicherung (Private Vollversicherung, Krankenzusatzversicherung)

– Pflegeversicherung

– Basisrentenversicherung

– Risikolebensversicherung

– Rentenlebensversicherung

– Berufsunfähigkeitsversicherung

– Unfallversicherung

Bei der Krankenversicherung werden die Beträge dem Finanzamt für das jeweilige Steuerjahr von Ihrem Versicherer gemeldet.

Die Versicherungsbeiträge die Sie in der Steuererklärung in der Anlage Vorsorgeaufwand eintragen, wirken sich regelmäßig nicht steuermindernd aus, da die Höchstbeträge in der Regel durch die gesetzlichen Versicherungen und die Krankenversicherung ausgeschöpft sind. Für die Unfallversicherung gilt es zu beachten, dass Sie 50% des Beitrags in der Anlage N unter Werbungskosten eintragen können. Dies hat den Vorteil, dass – wenn Ihr sonstigen Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung wie z.B. Fahrtkosten zum Arbeitsplatz, Fortbildungskosten, Arbeitsmittel über dem Pauschalbetrag von 1.000 Euro liegen – der hälftige Beitrag zur Unfallversicherung sich voll steuermindernd auswirkt.

Neben der Unfallversicherung können Sie unter Umständen auch einen Teil der Beiträge zur Rechtsschutzversicherung in Ihrer Steuererklärung in der Anlage N unter Werbungskosten angeben. Haben Sie einen Berufsrechtsschutz ist der Beitrag dafür in der Anlage N Zeile 46 bis 48 einzutragen. Liegt Ihnen nur ein Gesamtbeitrag vor (inkl. Privat und Verkehrsrechtsschutz) so können Sie entweder den Betrag bei Ihrem Versicherer erfragen, oder ein Drittel des Gesamtbeitrags angeben.

Weitere Versicherungsbeiträge wie z.B. Hausratversicherung oder Gebäudeversicherung sind nur in besonderen Fällen steuerlich wirksam. Z.B. wenn Sie ein Arbeitszimmer in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Dazu in einem späteren Beitrag mehr.

Steuerklassen für Ehepaar

Steuern sparen mit der richtigen Steuerklasse

Frisch verheiratet und schon stehen neue Entscheidungen an, über die man früher nicht nachdenken musste. So auch bei der Steuerklasse. Als Single hatten Sie keine Wahl in Punkto Steuerklassen. Als Ehepaar dafür schon. Aber freuen Sie sich, es kann sich lohnen. Über die Steuerklasse wird festgelegt, in welcher Höhe Ihr Arbeitgeber Ihre monatliche Lohnsteuer an das Finanzamt überweist. Und dies hat direkten Einfluss auf die Höhe Ihres Nettoeinkommens.

Ein wesentlicher Faktor für die Wahl der Steuerklassen spielt Ihr Einkommen und das Ihres Partners. Je größer die Unterschiede, desto eher macht es Sinn, von der Standardklasse 4/4 abzuweichen. Und wenn Sie sich einmal festgelegt haben, ist es nicht wie bei der Ehe für immer, sondern hier dürfen Sie jährlich wechseln.

Für den Steuerklassenwechsel können Sie entweder auf dem Finanzamt ein Formular holen oder diese bequem online abrufen.

Damit Sie die richtige Wahl treffen können haben wir Ihnen in unserem Ratgeber die jeweiligen Steuerklassenkombinationen und die Auswirkung beschrieben.

Sind Sie danach immer noch unsicher, lassen Sie sich auf dem Finanzamt, beim Lohnsteuerhilfeverein oder von einer Steuerberaterhotline beraten.