Steuerklassenwahl

Die Steuerklassenwahl nach der Heirat und die Auswirkungen auf die Einkommensteuererklärung

Die Steuerklassenwahl nach der Heirat und die Auswirkungen auf die Einkommensteuererklärung

Als brächte eine Hochzeit alleine nicht schon genug Stress mit sich, wirkt Sie sich auch noch auf die Erstellung der Einkommensteuererklärung aus. Denn der Staat verlangt, dass man nach einer Heirat die Steuerklassen wechselt, denn er will natürlich auch sein Teil vom vermehrten (oder verminderten?) Familieneinkommen abhaben.

Die Wahl der Steuerklassenkombination bleibt dabei den frisch gebackenen Ehepartnern selbst überlassen – und hat nach endlosen Diskussionen über die Wahl der richtigen Kombination mit Sicherheit bei nicht wenigen Paaren zur postwendenden Scheidung geführt – nach der man wieder die Steuerklasse wechseln muss. Es gibt nun einmal mehrere Kombinationen, aus denen man als Ehepaar wechseln muss, ob man nun will oder nicht. Die Wahl der Steuerklassenkombination, die sich direkt auf das Nettoeinkommen und die sich daraus ergebende Steuerlast auswirkt, muss man seinem zuständigen Finanzamt schriftlich bekannt geben.

 

Für die richtige Wahl kommt es vor allem auf die Einkommen der beiden Partner an.

Verdienen beide in etwa gleich viel, lohnt es nicht, den einen durch eine günstigere Steuerklasse zu bevorteilen. In diesem Fall wählt man daher die Steuerklassenkombination 4 und 4, in der beide Partner gleich versteuert werden. Liegen die Einkommen dagegen weit auseinander, ist es von Vorteil, den mehr verdienenden Partner durch ein Ehegattensplitting steuerlich besser zu stellen. Das höhere Einkommen wird dann geringer besteuert, das niedrigere dafür höher. Der Vorteil der geringeren Besteuerung des höheren Einkommens wiegt diesen Nachteil aber mehr als deutlich auf. In diesem Fall wählt man als Ehepaar die Steuerklassenkombination 3 und 5, wobei die Steuerklasse 3 die mit der deutlich geringeren Besteuerung ist.

Bekommen Sie vom Arbeiten gar nicht genug und möchten Ihren Ehepartner so wenig wie möglich sehen, dann üben Sie doch einfach noch einen Zweitjob aus. Dieser wird dann in der Steuererklärung auf jeden Fall mit der Steuerklasse 6 versteuert, die überhaupt keine Freibeträge bietet und damit die höchste steuerliche Belastung hat. Gleiches kann Ihr Partner tun, wenn er die Nase von Ihnen voll hat. Das Finanzamt freut sich dann auf Ihre Einkommensteuererklärung ganz besonders. Das gilt übrigens für beide genannten Kombinationen.

Holzstempel auf Dokument: Genehmigt

Abgabetermin für die Steuererklärung verlängern?

Keine Zeit für die Steuererklärung? – Aber wie den Abgabetermin verlängern?

Es gibt viele gute Gründe, seine Einkommensteuererklärung nicht rechtzeitig, wie von der Finanzbehörde gefordert, bis zum 31. Mai abzugeben. Nicht der letzte davon ist, dass das deutsche Steuersystem es dem durchschnittlichen Arbeitnehmer so leicht macht, die Steuererklärung auszufüllen. Aber auch dauerhaft schönes Wetter, chronische Unlust oder schlicht Zeitmangel wegen zu viel Arbeit können Gründe sein, dass man seine Einkommensteuererklärung nicht zeitig fertig bekommt. Wenn das schon vorher absehbar ist, dann sollte man es tunlichst vermeiden, den Abgabetermin einfach zu verpassen und die Steuererklärung irgendwann später einzureichen. Denn in diesem Punkt verstehen die Finanzämter in der Regel gar keinen Spaß und nehmen Ihre Rolle als Buh-Mann schnell bitterernst. Binnen kürzester Zeit können bei verspäteter Abgabe der Einkommensteuererklärung Verspätungszuschläge erhoben werden, die bis zu 10 Prozent der festgesetzten Steuern oder Messbeträge betragen dürfen – und maximal 25.000 Euro. Man handelt also durchaus im eigenen Interesse, wenn man das Finanzamt um eine Verlängerung des Abgabetermin bittet. Am besten natürlich schriftlich, denn so hat man den Beweis, dass man eine sogenannte Fristverlängerung beantragt hat. Zwar sind einige Beamte nicht ganz so kleinlich und verlängern den Termin auch telefonisch um einige Tage, aber auf deren gutes Gedächtnis sollte man sich dennoch nicht unbedingt verlassen. Also stellt man wohl oder übel einen schriftlichen Antrag auf Fristverlängerung für die Steuererklärung. In den meisten Fällen klappt das auch ganz problemlos und die Frist wird meist auf den 30.09. verschoben. So problemlos, dass man fast denken könnte, die Finanzbeamten seien froh darüber, nicht alle Steuererklärungen zur selben Zeit zu bekommen. Stellt sich nur die Frage: Wieso dann Verspätungszuschläge nach kürzester Zeit. Scheinbar sind diese also nur zur Disziplinierung der bösen Steuerpflichtigen gedacht, die es zu erziehen gilt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Musterschreiben für einen Antrag auf Fristverlängerung zur Abgabe der Steuererklärung gibt es übrigens zuhauf im Web oder auch zum Download auf der Seite der Finanzbehörde.

Entlastungsbetrag

Der Entlastungsbetrag

Der Entlastungsbetrag und seine Auswirkungen auf die Einkommensteuererklärung

Bei der Erstellung der Steuererklärung gibt es für fast jeden Steuerpflichtigen einige Freibeträge, die seine Steuerlast senken. So auch bei Alleinerziehenden, die es ja sowieso aufgrund der familiären Situation in der Regel schwerer haben über die Runden zu kommen. Hier haben die Finanzbehörden ein Einsehen und gewähren unter bestimmten Umständen den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende. Diese soll die steuerliche Last mindern und alleinerziehenden Müttern und Vätern das Leben zumindest etwas erleichtern. Die Übertragung des Entlastungsbetrags auf den anderen Elternteil ist, sinnigerweise, nicht möglich.

Wie bereits erwähnt, verschenkt der Staat nicht gerne Geld und daher ist die Gewährung des Entlastungsbetrag an Voraussetzungen geknüpft. Dazu gehört zunächst einmal, das dem Alleinerziehenden auch das Kindergeld bzw. der Kinderfreibetrag für das Kind zustehen. Darüber hinaus muss er mit dem Kind verständlicherweise auch in einer Haushaltsgemeinschaft leben und beide müssen dort ihren ersten Wohnsitz haben – sehr sinnvoll, den in einem anderen Fall wäre eine Entlastung des Alleinerziehenden kaum nötig. Damit bei der Steuererklärung der Entlastungsbetrag berücksichtigt wird, darf der oder die Alleinerziehende auch in keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen Person als dem Kind leben. Nichteheliche Lebensgemeinschaften aber zählen als solche.

Also haben Sie die Wahl: Entweder werden Sie Ihren Lebenspartner in diesem Fall raus, oder Sie verzichten auf den Entlastungsbetrag in der Einkommensteuererklärung. Anders als der vorher gültige Haushaltsfreibetrag, den es bis 2004 gab, wird der Entlastungsbetrag von der Summe der Einkünfte und nicht vom Einkommen abgezogen. Und für jeden Monat in dem nicht alle oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind, mindert sich der Betrag um ein Zwölftel. Sie sehen, der Staat verschenkt hier wirklich nichts und macht es den Steuerpflichtigen nicht einfach, den Entlastungsbetrag in der Steuererklärung in Anspruch zu nehmen. Aber nur um bei der Einkommensteuererklärung etwas besser dazustehen, sollte man sich auch nicht unbedingt mutwillig zum Alleinstehenden machen. Denn schließlich bietet der Staat gerade Familien ja so viele Vergünstigungen, dass man eigentlich gar nicht mehr weiß, wohin mit dem ganzen Geld.

Firmenwagen

Der Firmenwagen und die Einkommensteuererklärung

Der Firmenwagen und die Einkommensteuererklärung – wie am besten abschreiben

Ein Firmenwagen kostet, vor allem wenn es sich um ein Neufahrzeug handelt, jede Menge Bares. Und wenn Sie Ihn nach der Anschaffung dem Betriebsvermögen zuordnen, dann möchten Sie davon ja auch etwas haben. Sprich: Die Ausgaben für den Firmenwagen sollen möglichst Ihren Gewinn mindern und dadurch auch die Steuerlast senken.

 

Wie stellt man es am besten an mit der Abschreibung für den Firmenwagen in der Steuererklärung und wo können sich Probleme ergeben, die zu Ärger mit dem Fiskus führen?

Gar nicht so einfach, aber dennoch lohnenswert ist es, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen. Zunächst einmal müssen Sie zur Ermittlung der Abschreibung erst einmal herausfinden, wie hoch die Anschaffungskosten waren. Hierbei müssen Sie darauf achten, dass dazu sowohl der Kaufpreis selbst als auch die Anschaffungsnebenkosten gehören.

Außerdem besteht eine Besonderheit für Kleinunternehmer: Da sie nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, wird auch die im Kaufpreis enthaltene Umsatzsteuer zu den Anschaffungskosten hinzu gerechnet.

Seit dem 31.12.2010 dürfen Firmenfahrzeuge nur noch anhand der linearen Abschreibung in der Steuererklärung abgeschrieben werden. Und das über eine Nutzungsdauer von insgesamt 6 Jahren.

Aber Vorsicht! Die Abschreibung muss streng nach Monaten ab dem Zeitpunkt des Kaufes erfolgen, sonst macht das Finanzamt Ärger.

Wenn Sie allerdings einen Firmenwagen im Jahr der Anschaffung und auch im Jahr danach nachweislich zu mehr als 90 Prozent für betriebliche Zwecke nutzen, dann können Sie zusätzliche eine Sonderabschreibung von in Höhe von 20 Prozent des Kaufpreises vornehmen. Das ist allerdings, wie so oft, an bestimmte Bedingungen geknüpft. Wenn Sie bilanzieren, dann darf der Wert Ihres Betriebsvermögens im Jahr vor der Anschaffung nicht mehr als 235.000 Euro betragen haben. Ermitteln Sie Ihren Gewinn mit einer EÜR zur Einkommensteuererklärung, dann darf Ihr Gewinn einen Betrag von 100.000 Euro im Jahr vor der Anschaffung nicht überschritten haben. Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie für die Anschaffung des Firmenwagens in den Vorjahren den Investitionsabzug von 40 Prozent vom Gewinn vorgenommen haben. Dann sind nämlich die Anschaffungskosten um diesen Betrag zu mindern, was sich natürlich auch direkt auf die Höhe der Abschreibung auswirkt. Die Einkommensteuererklärung muss dann also ebenfalls dahingehend geändert werden.