Belege

Ab 2017 endlich die Steuererklärung ganz ohne Belege? – Nicht ganz, aber fast!

Ab 2017 endlich die Steuererklärung ganz ohne Belege? – Nicht ganz, aber fast!

Millionen Steuerpflichtige sehnen sich schon seit Jahren, ja Jahrzehnten danach: Die Einkommensteuererklärung ganz ohne Belege. Im Jahr 2018 ist sie Wirklichkeit geworden. Schon seit Jahren versuchen ja die Finanzbehörden, die Bürger davon zu überzeugen, Ihre Steuererklärung nicht mehr in Papierform, sondern auf elektronischem Wege einzureichen. Zum Beispiel über das ELSTER-Portal, das bei der Bevölkerung auch regen Zuspruch findet und immer häufiger genutzt wird. Papierbelege, etwa für die Werbungskosten, mussten bislang dennoch per Post nachgereicht oder beim zuständigen Finanzamt des Vertrauens abgegeben werden.

Damit ist nun aber Schluss. Wer nun aber denkt, das lästige Sammeln der Belege übers Jahr und deren hektisches Sortierung kurz vor dem Abgabetermin für die Einkommensteuererklärung habe ein Ende, der ist leider auf dem Holzweg. Denn auch wenn von den Finanzbehörden der Länder festgelegt wurde, dass ab 2016 keine Papierbelege mehr eingereicht werden müssen, können Sie dennoch nicht einfach alles in Ihrer Steuererklärung eintragen, was Ihnen eine Rückerstattung verspricht. Denn auch in Zukunft dürfen die Finanzämter die nötigen Belege nachfordern, wenn Ihnen an der Steuererklärung irgendetwas „spanisch“ vorkommt.

Die Zeiten der Schuhkartons voller Zettel und Rechnungen ist also leider noch nicht vorüber und es empfiehlt sich dennoch, die Belege zu sortieren, damit man auf alle Rückfragen des Fiskus schnell und korrekt die passende Antwort liefern kann. Zu früh gefreut also. Aber lieber Belege nachreichen, als ewig auf die dicke Rückerstattung warten. Der Hintergrund der ganzen Aktion ist es im Übrigen, dass die Finanzbehörden die vollkommen elektronische Verarbeitung der Steuererklärung vorantreiben möchte. Schon jetzt wird ein gutes Teil der Erklärungen vollautomatisch bearbeitet, dieser Anteil soll jedoch noch viel weiter steigen. Auch die Bescheide zur Einkommensteuererklärung sollen in naher Zukunft elektronisch ergehen – man möchte beim Fiskus dadurch ordentlich Porto- und Papierkosten sparen, was ziemlich löblich ist.

Was ist nun aber, wenn man so gar nicht technikaffin ist, wenn der Computer den Feind darstellt und man seine Einkommensteuererklärung immer noch am liebsten mit dem Füllhalter ausfüllt und persönlich zum Amt bringt? Auch das ist weiterhin möglich, auch wenn es wohl bald nicht mehr gerne gesehen wird. Wer möchte schon den netten Finanzbeamten dabei stören, wie er seinem Computer dabei zuschaut, wie er unsere Einkommensteuererklärung bearbeitet?

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Arbeitskleidung

Das ewige Lied von der Arbeitskleidung und der Einkommensteuererklärung

Das ewige Lied von der Arbeitskleidung und der Einkommensteuererklärung

Nahezu jeder trägt bei der Arbeit Kleidung – was vermutlich auch das Beste ist. Aber noch lange nicht jeder darf die Kleidung, die er während seiner beruflichen Tätigkeit trägt auch in der Steuererklärung angeben und zum Beispiel deren Anschaffungskosten als Werbungskosten ansehen. Das ist zwar schade für die davon Betroffenen und scheint auf den ersten Blich auch etwas unfair, ist aber durch die Finanzbehörden aber ziemlich genau geregelt.

Nur sogenannten typische Berufskleidung, bzw. deren Anschaffungskosten, darf den Weg in die Einkommensteuererklärung finden und wird auch vom Finanzamt akzeptiert – sofern man mit Belegen den Kauf und die Art der Kleidung nachweisen kann. Einfach nur in die Steuererklärung reinschreiben gilt also nicht.

 

Was ist nun typische Berufskleidung, mag man sich fragen?

Das lange Cocktailkleid einer Nachtclubsängern? Leider nicht, den bei diesem besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie es auch zu privaten Anlässen trägt, etwa auf einer Hochzeit oder bei einem schicken Abendessen. Der Blaumann des Installateurs hingegen ist eine typische Berufskleidung, denn er erfüllt nicht nur eine Schutzfunktion, sondern es ist darüber hinaus sehr unwahrscheinlich, dass der brave Arbeiter ihn auch in seiner Freizeit aufträgt. Es sei denn natürlich beim Feierabendbier in der Kneipe um die Ecke.

Es sind für die Anerkennung von Kosten für Berufskleidung also zwei Dinge immens wichtig: Die Kleidung muss wirklich typisch für den ausgeübten Beruf sein und die private Nutzung der Berufskleidung muss so gut wie ausgeschlossen sein. Treffen beide Kriterien zu, hat man gute Chancen, die Anschaffungskosten in der Steuererklärung als Werbungskosten durchzudrücken. Im Übrigen ist es nicht nur möglich die Kosten für den Kauf von Berufskleidung in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Darüber hinaus können auch Ausgaben für deren Reinigung und sogar Trocknung abgesetzt werden. Lässt man die Kleidung reinigen, dann sollte die Quittung auf jeden Fall den Hinweis enthalten, was in welcher Menge gereinigt wurde. Wäscht man selbst, dann ist es möglich, die Kosten dafür aus diversen Tabellen zu entnehmen. Auch hierbei ist es wichtig für die Anerkennung in der Einkommensteuererklärung, dass genau dokumentiert wird, was wann wie oft gewaschen wurde.

An sich ist es also doch ein recht sauberes Geschäft mit der Arbeitskleidung in der Steuererklärung, vorausgesetzt man hat das Glück einer Berufsgruppe anzugehören, für die es sogenannte typische Arbeitskleidung gibt.

Scheidungskosten

Scheidungskosten in der Steuererklärung – wie wirken sie sich aus?

Scheidungskosten in der Steuererklärung – wie wirken sie sich aus?

Für die einen ist eine Scheidung eine Befreiung und Erleichterung, für andere hingegen ein trauriges Ereignis. Wie auch immer man dazu stehen mag, durch eine Ehescheidung können enorme Kosten entstehen. Und können sich über die Einkommensteuererklärung auch auf die Steuerbelastung der Geschiedenen auswirken – und zwar positiv. Denn das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat in einem Urteil Ende 2014 entschieden, dass die Kosten einer Scheidung eine Außergewöhnliche Belastung darstellen, oder zumindest ein Teil davon. Denn nur die Prozesskosten, die im Rahmen einer Ehescheidung anfallen, dürfen auch in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Folgekosten sind also nicht steuerlich absetzbar. Vor diesem Urteil wurde lange Jahre lang immer wieder mit den Finanzämtern gestritten, weil sie die Kosten für eine Scheidung in der Einkommensteuererklärung nicht anerkennen wollten. Nun hat sich das Finanzgericht in Rheinland-Pfalz aber endlich getraut, ein Urteil im Namen des Volkes – oder vielmehr im Namen aller Geschiedenen – zu fällen. Als Begründung gab das Gericht an, dass es sich bei einer Scheidung um einen Prozess mit existenzieller Bedeutung handle, und für diese seien die Kosten nun mal nach geltendem Steuerrecht abzugsfähig. Wie existenziell eine Scheidung für einige Menschen wirklich sein kann, war den Richtern bei dieser Begründung wahrscheinlich nicht einmal klar. Prozesskosten für Scheidungsfolgesachen sind allerdings andererseits nicht abzugsfähig, weil die entsprechenden Verfahren nicht zwingend, sondern nur auf Antrag eines der ehemaligen Ehepartner verhandelt werden. So kann eine Scheidung letztendlich doch für jeden etwas Gutes haben – wenn er sich nicht schon vorher darüber klar war, dann spätestens bei der Anfertigung seiner Steuererklärung.

Fortbildung

Urlaub und Fortbildung verbinden – geht das?

Urlaub und Fortbildung verbinden – geht das?

Wer früher im Anschluss an eine Geschäftsreise oder eine Fortbildung im Ausland auch noch gleich den privaten Urlaub am selben Ort verbrachte und sich die Reisekosten vom Fiskus wiederholen wollte, schaute meist in die Röhre. Doch dank eines Urteils des Bundesfinanzhofs sieht es nun ganz anders aus und Sie können tatsächlich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden – wenn Sie es geschickt und richtig anstellen. Denn einfach mal so in Urlaub fliegen, einen zweistündigen Sprachkurs besuchen und sich dann einen schönen Lenz machen – das können Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung nicht absetzen. Damit Sie in einem solchen Fall Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung geltend machen können, müssen schon einige Voraussetzungen erfüllt sein. So sollte die berufliche Veranlassung der Reise auf gar keinen Fall in den Hintergrund treten, darauf müssen Sie schon bei der Reisebuchung achten. Auch sollten Sie den Ablauf der gesamten Reise inklusive beruflicher und privater Vergnügungen dokumentieren, um alle Fragen des Finanzamtes zu Ihrer Steuererklärung genau beantworten zu können.

Achten Sie außerdem auf den Reiseverlauf: Der berufliche und private Anteil der Reise sollten klar voneinander getrennt sein und sich möglichst nicht überlappen. Rechnen Sie zur Ermittlung der absetzbaren Werbekosten den Anteil der Dauer an der Reise aus, den die Fortbildung oder berufliche Verpflichtung in Anspruch genommen hat. Mit diesem Anteil können Sie dann auch den Anteil an den Reisekosten als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung angeben. Selbständige und Freiberufler setzen diesen Anteil an den Reisekosten natürlich als Betriebsausgaben in der Steuererklärung ab.

Wie immer ist es gut, wenn Sie die Angaben in Ihrer Einkommensteuererklärung dem Finanzamt durch Belege glaubhaft machen können. Dazu zählen zum auf die Reise bezogene Geschäftskorrespondenz, aber auch Kurspläne, Anmeldebestätigungen und Ähnliches. Und natürlich sollten Sie auch die Rechnung für Ihr Flugticket vorlegen können. Denn der Finanzbeamte sollte schon glauben können, dass Sie Ihren Englisch Sprachkurs tatsächlich auf Barbados und nicht in Wanne-Eickel gemacht haben. Durch clevere Vorgehensweise und die akribische Erstellung Ihrer Steuererklärung können Sie sich die Kosten Ihres Urlaubs also zumindest teilweise vom Staat zurückholen uns sich dadurch in der Einkommensteuererklärung entlasten.