Belege

Ab 2016 endlich die Steuererklärung ganz ohne Belege? – Nicht ganz, aber fast!

Ab 2016 endlich die Steuererklärung ganz ohne Belege? – Nicht ganz, aber fast!

Millionen Steuerpflichtige sehnen sich schon seit Jahren, ja Jahrzehnten danach: Die Einkommensteuererklärung ganz ohne Belege. Im Jahr 2016 soll Sie Wirklichkeit werden – oder zumindest fast. Schon seit Jahren versuchen ja die Finanzbehörden, die Bürger davon zu überzeugen, Ihre Steuererklärung nicht mehr in Papierform, sondern auf elektronischem Wege einzureichen. Zum Beispiel über das ELSTER-Portal, das bei der Bevölkerung auch regen Zuspruch findet und immer häufiger genutzt wird. Papierbelege, etwa für die Werbungskosten, mussten bislang dennoch per Post nachgereicht oder beim zuständigen Finanzamt des Vertrauens abgegeben werden.

Damit soll nun aber Schluss sein. Wer nun aber denkt, das lästige Sammeln der Belege übers Jahr und deren hektisches Sortierung kurz vor dem Abgabetermin für die Einkommensteuererklärung habe ein Ende, der ist leider auf dem Holzweg. Denn auch wenn von den Finanzbehörden der Länder festgelegt wurde, dass ab 2016 keine Papierbelege mehr eingereicht werden müssen, können Sie dennoch nicht einfach alles in Ihrer Steuererklärung eintragen, was Ihnen eine Rückerstattung verspricht. Denn auch in Zukunft dürfen die Finanzämter die nötigen Belege nachfordern, wenn Ihnen an der Steuererklärung irgendetwas „spanisch“ vorkommt.

Die Zeiten der Schuhkartons voller Zettel und Rechnungen ist also leider noch nicht vorüber und es empfiehlt sich dennoch, die Belege zu sortieren, damit man auf alle Rückfragen des Fiskus schnell und korrekt die passende Antwort liefern kann. Zu früh gefreut also. Aber lieber Belege nachreichen, als ewig auf die dicke Rückerstattung warten. Der Hintergrund der ganzen Aktion ist es im Übrigen, dass die Finanzbehörden die vollkommen elektronische Verarbeitung der Steuererklärung vorantreiben möchte. Schon jetzt wird ein gutes Teil der Erklärungen vollautomatisch bearbeitet, dieser Anteil soll jedoch noch viel weiter steigen. Auch die Bescheide zur Einkommensteuererklärung sollen in naher Zukunft elektronisch ergehen – man möchte beim Fiskus dadurch ordentlich Porto- und Papierkosten sparen, was ziemlich löblich ist.

Was ist nun aber, wenn man so gar nicht technikaffin ist, wenn der Computer den Feind darstellt und man seine Einkommensteuererklärung immer noch am liebsten mit dem Füllhalter ausfüllt und persönlich zum Amt bringt? Auch das ist weiterhin möglich, auch wenn es wohl bald nicht mehr gerne gesehen wird. Wer möchte schon den netten Finanzbeamten dabei stören, wie er seinem Computer dabei zuschaut, wie er unsere Einkommensteuererklärung bearbeitet?

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